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Flachs
Rucksäcke und Taschen aus Hanf |
Produktion Materialien - nachwachsende Rohstoffe
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Flachs
Geschichte und Bedeutung der Flachskultur
Lein, im allgemeinen Sprachgebrauch Flachs genannt, ist eine der ältesten Kulturpflanzen.
Zwei Bestandteil der Leinpflanze ließen sich schon in den frühesten menschlichen Kulturen nutzbringend verwerten:
• der faserreiche Stengel zur Herstellung von Gespinnsten,
• die öl-, eiweiß- und schleimreichen Samen als Nahrungs-, Futter- und Arzneimittel und Lieferanten des Leinöls.
Im Mittelalter erlebte Leinen eine Blütezeit in Europa. In Deutschland war der Flachsanbau weit verbreitet und die Erzeugung von Geweben hoch entwickelt. Für die Handelszentren an der Nord- und Ostsee waren Leinen Produkte wichtige Handelsgüter.
Bis Ende des 18. Jahrhundert war Flachs mit ca. 18 % Anteil am Faserverbrauch in Europa die wichtigste Pflanzenfaser und neben Wolle (ca. 78 %) der wichtigste textilen Rohstoff.
Im 19. Jahrhundert verlor Flachs durch das starke Vordringen der Baumwolle zunehmend an Bedeutung. Ende des 19. Jahrhunderts war der Baumwollanteil in Europa auf 74 % empor geschnellt, während der Anteil an Schafwolle auf 20 % und an Flachs auf 6 % zurückging.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland kaum noch Flachs angebaut. Ab 1957 erscheint Flachs nicht mehr in den offiziellen Statistiken.
Durch die Diskussion über ökologisch verträglichen Pflanzenbau gewann der Flachs in den 80 er Jahren wieder an Bedeutung. Heute liegt der Anteil von Flachs am Weltfaseraufkommen mit ca. 2 Mio. t pro Jahr bei 2%.
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